Immer mehr Menschen verzichten auf ein eigenes Auto und suchen nach Alternativen - gerade in größeren Städten. Mit einem eBike muss man sich selbst bewegen, schafft aber viel größere Strecken als mit einem herkömmlichen Fahrrad. So ersetzen viele mit dem eBike das Auto, fahren jeden Tag 30 km zur Arbeit und erledigen damit alle Wege. Andere unternehmen am Wochenende lange Touren und legen so problemlos Strecken um die 100 km zurück. Und auch für kürzere Wege in der Stadt ist das eBike optimal, weil man sich an der frischen Luft bewegt, aber zum Date trotzdem frisch und unverschwitzt ankommt.


Viele denken, dass man sich beim eBike-Fahren nicht oder kaum noch bewegen muss. Das ist ein Irrtum, denn nur wenn der Fahrer in die Pedale tritt, wird er durch den Motor unterstützt. Oft tritt man genauso viel wie beim Fahrradfahren, ist aber durch den Motor doppelt so schnell und effektiv. Außerdem fährt man öfter als mit einem herkömmlichen Fahrrad: Wer ist nicht schon mal aufs Auto umgestiegen, weil der Hang zu steil oder der Einkauf zu schwer war? Mit dem eBike stellt sich diese Frage gar nicht. 


Gute eBikes gibt es ab ca. 1.500 bis 2.000 Euro. Es lohnt sich, dieses Geld zu investieren, weil nur hochwertige Komponenten wirklich Langlebigkeit, Sicherheit und Fahrspaß bieten können. Wichtig sind vor allem ein guter Akku und ein starker E-Motor. Aber auch die anderen Teile wie Rahmen, Bremsen und Reifen sollten aufgrund der höheren Geschwindigkeiten belastbarer und leistungsfähiger sein als bei gewöhnlichen Fahrrädern.


Wie bei allen Produkten gilt auch bei eBikes grundsätzlich die zweijährige gesetzliche Gewährleistungfrist. Falls also beispielsweise innerhalb der ersten beiden Jahre ein Materialfehler auftritt, ist der Hersteller verpflichtet, diesen zu beheben. Eine Garantie kann dagegen vom Verkäufer oder Hersteller freiwillig übernommen werden. Einige Hersteller geben z.B. eine Garantie auf die ersten 500 Ladezyklen. Der Schweizer eBike-Hersteller Flyer gibt sogar 5 Jahre Garantie auf Anbauteile und 10 Jahre Garantie auf den Rahmen. Da es hier große Unterschiede gibt, sollte man sich darüber vor dem Kauf gut informieren.


Je nach eBike nimmt der Ladevorgang unterschiedlich viel Zeit in Anspruch. Bei einigen Modellen, wie z.B. dem Stromer ST2 oder dem superleichten Coboc eCycle ist der Akku nach nur zwei Stunden voll, obwohl es sich hierbei um extrem leistungsstarke eBikes handelt. Andere eBikes benötigen länger und laden zwischen vier und sechs Stunden.


Hochwertige eBikes sind langlebige Produkte, die über viele Jahre genutzt werden können. Bei Akkus ist die Anzahl der Ladezyklen entscheidend. Im Durchschnitt hat ein Akku 500-1000 Ladezyklen. Dies entspricht einer durchschnittlichen Nutzbarkeit von ca. 4-5 Jahren. Während der Akku also irgendwann getauscht werden muss, kann das eBike bei guter Pflege und regelmäßiger Wartung durch einen Fachhändler deutlich länger genutzt werden.


Die meisten Hersteller bieten Austausch-Akkus an. Diese kosten je nach Marke und Watt-Leistung zwischen 300 und 800 Euro bei 500 bis 1000 Ladezyklen. Dieser Betrag erscheint natürlich im ersten Moment hoch, relativiert sich jedoch, wenn man die Kosten auf gefahrene Kilometer umlegt. Inklusive Strom und Akku kostet der gefahrene Kilometer mit dem eBike dann nämlich nur zwischen 1 und 2 Cent! Bei einer Fahrleistung von 35 000 Kilometern und einem Preis von 500 Euro pro Akku kommt man beispielsweise auf 1,4 Cent pro Kilometer für Akku und Strom. Eine Akkuladung kostet unter 10 Cent und ist damit günstiger als einmal duschen.


S-Pedelecs (>25 km/h) sind versicherungspflichtig, da sie als Kraftfahrzeuge gelten. Das muss aber nicht teuer sein, günstige Tarife inklusive Diebstahlversicherung gibt es zum Beispiel bei der HUK Coburg schon ab 80 Euro im Jahr. Generell empfehlenswert sind spezielle Fahrradversicherungen wie die ENRA. Ab 110 Euro pro Jahr können eBikes damit gegen alle wichtigen Risiken abgesichert werden.
 

Pedelec-Fahrer unterliegen den Promille-Grenzen, die auch für Fahrradfahrer gelten. Für Fahrer von S-Pedelecs gelten die strengeren Regelungen für Kraftfahrzeugfahrer.
 

Bei den langsameren Pedelecs (bis 25 km/h) besteht keine Helmpflicht, da sie als normale Fahrräder gelten. Für Fahrer von S-Pedelecs (bis 45 km/h) gilt dagegen eine grundsätzliche Helmpflicht. Unabhängig davon ist das Tragen eines Helmes immer empfehlenswert.


An erster Stelle steht die Frage, wofür das eBike zum Einsatz kommen soll. Danach richtet sich, welche Reichweite das eBike haben muss und welche Rahmenform optimal ist. Auch die Frage, ob Schutzbleche und Gepäckträger montiert werden können, spielt eine wichtige Rolle. Daneben sind natürlich auch das Gewicht und die Optik entscheidend. Am allerwichtigsten ist jedoch das persönliche Fahrgefühl. Weil sich jedes eBike unterschiedlich fährt, sollte man unbedingt verschiedene Modelle Probefahren und sich ausführlich beraten lassen.